🚒🔥 Rückblick: Übung Vegetationsbrandbekämpfung der Feuerwehr Kissing 🔥🚒
Am Samstag, den 25.07.2026 hat die Freiwillige Feuerwehr Kissing eine anspruchsvolle Übung zur Bekämpfung von Vegetationsbränden durchgeführt – und dabei einmal mehr gezeigt, wie wichtig eine realistische Vorbereitung auf solche Einsätze ist.
Im ersten Übungsszenario ging es um einen Ernteeinsatz: Bei großer Hitze, Trockenheit und starkem Wind gerät ein Heuballen in Brand, das Feuer droht auf ein angrenzendes Stoppelfeld überzugreifen. Zwei Löschgruppen rückten aus und griffen das Feuer von beiden Seiten an. Neben dem klassischen Löschwasser kamen dabei auch Waldbrandpatschen, Rechen und Hacken zum Einsatz, um die Glut direkt am Boden zu ersticken.
Im zweiten Szenario ging es um Nachlöscharbeiten: Auf einem bereits abgebrannten Stoppelfeld entstanden auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern immer wieder neue Glutnester. Hier kam die sogenannte Pump & Roll-Technik zum Einsatz: Dabei löscht die Besatzung eines Fahrzeugs, während dieses langsam weiterfährt – das Fahrzeug bewegt sich also im Schritttempo vorwärts, während gleichzeitig Wasser aus dem Tank abgegeben wird. So lassen sich größere Brandflächen effizient und kontinuierlich ablöschen, ohne dass die Löschmannschaft ständig neu positioniert werden muss. HLF und LF wechselten sich dabei ab: Während ein Fahrzeug im Löscheinsatz war, füllte das andere seinen Wassertank an einem der beiden 5.000-Liter-Wasserbehälter, die eigens einen Kilometer entfernt aufgestellt worden waren.
Genau diese Wasserversorgung stellte eine der größten Herausforderungen der Übung dar. Anders als im Gemeindegebiet, wo im Ernstfall auf ein Hydrantennetz zurückgegriffen werden kann, standen vor Ort keine Hydranten zur Verfügung. Die gesamte Löschwasserversorgung musste daher über die aufgestellten Wasserbehälter und den ständigen Pendelverkehr der Fahrzeuge sichergestellt werden – eine logistische Aufgabe, die viel Koordination erforderte.
Auch die immer wieder neu auflodernden Glutnester erwiesen sich als hartnäckig: Nach dem ersten Löschangriff schien die Fläche oft bereits abgelöscht, doch unter der Oberfläche glomm es weiter. Um solche versteckten Glutnester zuverlässig aufzuspüren, setzten die Einsatzkräfte eine Wärmebildkamera ein, mit der auch nicht sichtbare Hitzequellen zuverlässig erkannt werden konnten.
Nicht zuletzt war die Übung auch körperlich eine echte Herausforderung. Bei den ohnehin schon hohen Temperaturen bedeutete die vollständige Schutzkleidung für die Einsatzkräfte eine zusätzliche, erhebliche Belastung. Schweißtreibende Arbeit unter praxisnahen Bedingungen – aber genau das macht solche Übungen so wertvoll.
Unterstützt wurde die Einsatzleitung – bestehend aus Einsatzleiter und Führungsassistenten – durch eine Drohne, die in Echtzeit Luftaufnahmen der Lage lieferte und damit eine deutlich bessere Übersicht über das Einsatzgeschehen ermöglichte.
Im Einsatz waren an diesem Tag Kommandowagen, ELW, HLF, LF und ein Versorgungs-LKW – ein voller Fuhrpark im koordinierten Zusammenspiel.
Die Übung hat einmal mehr gezeigt, wie schnell sich ein Feuer bei großer Trockenheit und starkem Wind ausbreiten kann – und wie entscheidend ein schnelles, entschlossenes Vorgehen in solchen Situationen ist. Genau für solche Szenarien bereiten wir uns vor, um im Ernstfall bestmöglich für die Sicherheit der Gemeinde Kissing gerüstet zu sein.
Ein herzliches Dankeschön an alle Kameradinnen und Kameraden für ihren engagierten Einsatz bei dieser fordernden Übung! 👏🚒